An der Leine laufen

Euer süßer kleiner Welpe mit seinen paar Kilos möchte gerne im Gras schnuppern, weil er etwas Spannendes in die Nase bekommen hat. Also läuft er los. Ups, da bremst ihn etwas, weil Frauchen die Leine in der Hand hat. Der Kleine zieht trotzdem weiter und weil er ja so klein und süß ist, dackelt Frauchen brav hinterher.

So läuft es meistens

Was hat der süße kleine Welpe gerade gelernt? Genau! Er hat gelernt, dass er ans Ziel kommt, wenn er an der Leine zerrt.

Was macht er also das nächste Mal, wenn er irgendwo hin möchte? Genau! Er zieht. Und wenn es nicht gleich funktioniert, zieht er noch ein bisschen mehr. Schließlich gibt Mensch nach und Hund hat gelernt: „Wenn ich irgendwo hin möchte, muss ich nur heftig und lange genug ziehen!“

Wie geht es besser?

Wie wäre es, wenn ihr einfach stur stehen bleibt, wenn sich die Leine spannt? Bei einem Welpen klappt das ganz gut, weil der noch nicht so viel Kraft hat. Und wenn du jetzt wartest? Du wartest so lange, bis dein Welpe sich genervt zu dir rum dreht, dich ansieht und dabei die Leine locker lässt. Prima, eine gute Idee vom Welpen. Sofort Lob und BELOHNUNG!

Wenn das gut klappt, dass er sich zu euch umdreht und die Leine locker lässt, könnt ihr auch noch ein bisschen mehr verlangen. Wartet jetzt einfach, bis er bis zu dir kommt. Dann hängt er nicht gleich wieder in der Leine und lernt nicht die Sequenz: Ziehen – locker lassen – ziehen.

Was ist in dem Fall eine BELOHNUNG? Nun, die beste Belohnung ist in der Situation meist, wenn ihr den Welpen dahin laufen lässt wo er hinwollte – und zwar OHNE an der Leine zu zerren. Entweder last ihr sie länger und lauft ein Stück. Vielleicht könnt ihr sie auch einfach fallen lassen.

Manchmal geht es aber nicht, dass der Welpe zum gewünschten Objekt kommt. Zum Beispiel, weil ihr das nicht möchtet, dass euer Welpe sich in dem Kuhfladen suhlt, den er angepeilt hatte. Dann gibt es als Belohnung ein Leckerli oder ein Spiel mit Frauchen und dabei entfernt man sich vom Objekt der Begierde!

Was hat der Kleine jetzt gelernt? Er hat gelernt, dass Zerren ihm gar nichts bringt. Und er hat gelernt, dass es sich lohnt, die Leine locker zu lassen.

Die Frage ist eben, was möchtet ihr später? Wenn ihr jetzt auch nur eine Woche konsequent seit, zerrt euer Welpe nicht! Wenn nicht, tja….

12.3.13

Welpen - Prägung

Wenn ein Welpe geboren wird, bleiben höchstens 13 Wochen um den Winzling auf sein kommendes Leben vorzubereiten. 8 -10 Wochen bleibt er beim Züchter bis der neue Halter den kleinen Welpen übernimmt. Alle positiven, negativen sowie keine Erfahrungen bilden zusammen mit dem rassespezifischen Charakter sein Wesen.Daher versuchen wir unseren Welpen in der uns verbleibenden Zeit optimalste Bedingung für eine gute Prägung zu schaffen.Unsere Aufzucht:

Künstliche Geräuschkulissen wirken der Schreckhaftigkeit der Welpen entgegen.Plastikflaschen gefüllt mit Kieselsteinchen etc. liegen im Welpengehege. Wenn die Welpen das schützende Nest mit 2-3 Wochen verlassen, und über ein solches Utensil stolpern, wird es als selbstverständlich hingenommen, dass es auch Lärm gibt.Staubsauger, Haarfön, Radio und viele Haushaltgeräte helfen bei der Lärmprägung mit.

Menschenprägung:Genügend Betrieb in einer Zucht, sei es von der eigenen Familie, oder Besuchern ist für die positive Menschenprägung förderlich. Es ist immer wieder mit viel Aufregung verbunden, wenn interessierte Käufer oder zukünftige Besitzer die kleinen Welpen besuchen. Die liebevolle Betreuung durch uns schafft das nötige Vertrauen zu Menschen.Inniger Körperkontakt, ausgelassene Spiele und viel Anwesenheit verstärkt die Bindung zum Menschen.Natürlich brauchen die Welpen nach viel Aufregung einige Stunden wohlverdienten Schlaf, sonst werden sie überdreht und nervös, was auch schädlich sein kann.

Beschäftigungen:Unser Welpengehege, innen wie aussen, ist abwechslungsreich eingerichtet. Verschiedene Erkundungs- + Beschäftigungsmöglichkeiten, Kletter- und Versteckspiele ,ein Tunnel etc. fördert die Lernbereitschaft der jungen Hunde.

Prägung ausserhalb der Zuchtstätte:Mit 8 Wochen werden die kleinen Welpen das erste Mal geimpft. Dann ist der Zeitpunkt gekommen, um die Welpen auf das Leben ausserhalb der schützenden Zuchtstätte vorzubereiten.

Spaziergang: Die ersten Spaziergänge mit der Mutterhündin und mit den Geschwister ist ein besonderes Erlebnis für die Vier- sowie Zweibeiner. Da und dort gibt es Interessantes zum Schnüffeln, das erste Mal auf einem Baumstamm balancieren, in einem Wassertümpel sulen und vieles mehr bedeutet viel Spass. Keine Gewaltsmärsche, sondern eine Erlebnistour, regen die Erlebniswelt der Welpen an. Zudem nimmt es, in Gegenwart der Mutter, die Angst vor allem Neuen.

Leinengewöhnung:Die Leine kann auch schon zur Anwendung kommen, damit die Kleinen mit diesem oft störenden Objekt in Verbindung kommen.

Umweltgewöhnung: Die ganze Schar wird zu einer leicht frequentierten Strasse, in die Nähe eines Zuggleises geführt oder mit anderen Tierarten in Kontakt gebracht. Leckerbissen verbinden das Gesehene mit etwas Positiven. Ängstliche Welpen werden nicht beschwichtigt, sondern abgelenkt.

Wasserprägung: Erlauben es die Temperaturen ist ein Spaziergang zu unserem nahegelegenen Fluß sehr prägend. Gegenseitig animieren sich die Welpen das kühle Nass zu erkunden.

Die Welpen sollten langsam auf ihre Zeit in der neuen Familie vorbereitet werden.

Für diesen Zweck stelle ich schon früh eine Transportbox in das Welpengehege, um die Kleinen bereits frühzeitig an die Box zu gewöhnen. Ist die Box entdeckt, wird die Box gelegentlich mit dem Gitter geschlossen und der Welpe lernt in der geschlossenen Höhle zu schlafen. Man kann dann die Welpen in den ersten Wochen, in einer geräumigen Transportbox, mit Schlafdecke versehen, neben dem Bett schlafen lassen. Dies fördert nicht nur die Beziehung zum neuen Rudelführer, sondern es ist auch ein Teil des Stubenreinheitstrainings.Die uns bleibende Zeit während der Prägephase ist sehr kurz, daher sind wir bemüht, den kleinen Wesen soviel wie möglich an guter Prägung auf ihren Lebensweg mitzugeben.

Nach der Übergabe des Welpen ist die Betreuung der neuen Hundehalter selbstverständlich.

Jetzt liegt es am Käufer aus dem Welpen einen wertvollen, und angenehmen Begleiter zu machen.

 

                                  Tipps an meine Käufer zur Gesunderhaltung der Bärchen  

Bitte lasst meine Bärchen nicht aus öffentlichen Wassernäpfen saufen. Solche stehen gerne in Tierarztpraxen,  Zooläden, Gartencentern usw. Nehmt lieber selber Wasser und Napf mit, wenn ihr länger unterwegs  seid. Diese Wassernäpfe sind wahre Giardien-Verteilerstellen!

-lasst Eure Bärchen nicht an Hundehaufen schnuppern. Das tun sie natürlich und ganz zu verhindern  wird es nicht sein. Wenn ihr es seht, holt sie aber weg. Denn Schnuppern reicht schon für eine  Infektion. Auf keinen Fall sollten Eure Welpen den Kot von anderen Hunden fressen! 

-natürlich haben die Welpen grosses Interesse an anderen Hunden. Solange sie aber noch keinen  abgeschlossenen Impfschutz haben (erst einige Tage nach der zweiten Impfung in der 12. Woche!)  würde ich nicht unbedingt sehr stark frequentierte Hundewege gehen. Lasst sie nur mit Hunden spielen,  die ihr kennt. Hundeschule ist ebenfalls aus diesem Grund erst ab der 12. Woche zu empfehlen!

-solltet Ihr eine Welpenspielstunde besuchen wollen, achtet unbedingt darauf, dass es kein wildes  Gerenne bis zur völligen Erschöpfung wird. Es genügt völlig, ab der 12. Woche einen guten Welpen-  Grundkurs zu besuchen.

 Gute Hundeschulen trennen auch Gross- und Kleinhunderassen. Es kam schon oft bei kleineren Rassen  zu schweren Verletzungen wenn die grossen Bomber ungestüm auf sie gesprungen sind. Klar können die  Hunde dafür nichts, aber die Hundeschulen-Betreiber wissen das!

-im ersten Lebensjahr muss der Welpe bzw junge Hund hauptsächlich wachsen und reifen. In dieser  Zeit kann man so gut wie niemals zu wenig machen, aber man kann ihr sehr schnell und leicht  überfordern. Als Faustregel für die Gassigänge sind: 1 Minute pro Lebenswoche. Mit Euren jetzt dann  bald 9 Wochen alten Welpen könnt ihr also am Stück etwa 9 Minuten gehen. Mehr wird auch  bestimmt nicht drin sein, die Welpen werden sehr schnell müde. Im Spiel mit ihren Geschwistern geben  sie 15 Minuten Vollgas und schlafen dann mehrere Stunden. Wenn Ihr grössere Ausflüge plant,  nehmt einen Bollerwagen mit  oder tragt sie... Die werden aber sehr schnell  ganz schön schwer und da ist der Bollerwagen eine wirklich tolle Alternative. 

05.10.2012

Achtung! Hunde Händler.
Wenn Hunde (Tiere) zur Ware werden.

Lies dies traurige Geschichte und nehme sie mit auf deine Homepage:
Eine traurige Hundegeschichte

Ich weiss nicht mehr viel von dem Ort, wo ich geboren bin. Es war eng und dunkel und nie spielte ein Mensch mit uns.

Ich erinnere mich noch an Mama und ihr weiches Fell, aber sie war oft krank und sehr dünn. Sie hatte nur wenig Milch für mich und meine Brüder und Schwestern. Die meisten von ihnen waren plötzlich gestorben.

Als sie mich von meiner Mutter wegnahmen, hatte ich furchtbare Angst und war so traurig. Meine Milchzähne waren kaum durchgestoßen und ich hätte meine Mama doch noch so sehr gebraucht. Arme Mama, es ging ihr so schlecht.

Die Menschen sagten, dass sie jetzt endlich Geld wollten und dass das Geschrei meiner Schwester und mir ihnen auf die Nerven gingen. So wurden wir eines Tages in eine Kiste verladen und fortgebracht.

Wir kuschelten uns aneinander und fühlten wie wir beide zitterten, ohnmächtig vor Angst. Niemand kam, um uns zu trösten. All diese seltsamen Geräusche und erst noch die Gerüche - wir sind in einem Petshop, einem Laden, wo es viele verschiedene Tiere gibt.

Einige miauen, andere piepsen, einige pfeifen. Wir hören auch das Wimmern von andern Welpen. Meine Schwester und ich drücken uns eng zusammen in dem kleinen Käfig. Manchmal kommen Menschen uns anschauen, oft ganz kleine Menschen, die sehr fröhlich aussehen, als wollten sie mit uns spielen. Tag um Tag verbringen wir in unserem kleinen Käfig. Manchmal packt uns jemand und hebt uns hoch um uns zu begutachten. Einige sind freundlich und streicheln uns, andere sind grob und tun uns weh. Oft hören wir sagen oh, sind die süß, ich will eines, aber dann gehen die Leute wieder fort.

Letzte Nacht ist meine Schwester gestorben. Ich habe meinen Kopf an ihr weiches Fell gelegt und gespürt, wie das Leben aus dem dünnen Körperchen gewichen ist.

Als sie sie am Morgen aus dem Käfig nehmen sagen sie, sie sei krank gewesen und ich sollte verbilligt abgegeben werden, damit ich bald wegkomme. Niemand beachtet mein leises Weinen, als mein kleines Schwesterchen weggeworfen wird. Heute ist eine Familie gekommen und hat mich gekauft ! Jetzt wird alles gut !

Es sind sehr nette Leute, die sich tatsächlich für MICH entschieden haben. Sie haben gutes Futter und einen schönen Napf dabei und das kleine Mädchen trägt mich ganz zärtlich auf den Armen. Ihr Vater und Mutter sagen, ich sei ein ganz süßes und braves Hundchen. Ich heiße jetzt Lea. Ich darf meine neue Familie sogar abschlabbern, das ist wunderbar.

Sie lehren mich freundlich, was ich tun darf und was nicht, passen gut auf mich auf, geben mir herrliches Essen und viel, viel Liebe. Nichts will ich mehr, als diesen wunderbaren Menschen gefallen und nichts ist schöner als mit dem kleinen Mädchen herumzutollen und zu spielen. Erster Besuch beim Tierarzt. Es war ein seltsamer Ort, mir schauderte. Ich bekam einige Spritzen. Meine beste Freundin, das kleine Mädchen, hielt mich sanft und sagte, es wäre ok, dann entspannte ich mich. Der Tierarzt schien meinen geliebten Menschen traurige Worte zu sagen, sie sahen ganz bestürzt aus. Ich hörte etwas von schweren Mängeln und von Dysplasie E und von Herz

zwei. Er sprach von wilden Züchtern und dass meine Eltern nie gesundheitlich getestet worden seien. Ich habe nichts von alledem begriffen aber es war furchtbar, meine Familie so traurig zu sehen. Jetzt bin ich sechs Monate alt. Meine gleichaltrigen Artgenossen sind wild und stark, aber mir tut jede Bewegung schrecklich weh.

Die Schmerzen gehen nie weg. Außerdem kriege ich gleich Atemnot, wenn ich nur ein wenig mit dem kleinen Mädchen spielen will. Ich möchte so gerne ein kräftiger Hund sein, aber ich schaffe es einfach nicht. Vater und Mutter sprechen über mich. Es bricht mir das Herz, alle so traurig zu sehen. In der Zwischenzeit war ich oft beim Tierarzt und immer hieß es genetisch und nichts machen.

Ich möchte draußen in der warmen Sonne mit meiner Familie spielen, möchte rennen und hüpfen. Es geht nicht. Letzte Nacht war es schlimmer als eh und je. Ich konnte nicht einmal mehr aufstehen um zu trinken und nur noch schreien vor Schmerzen.

Sie tragen mich ins Auto. Alle weinen. Sie sind so seltsam, was ist los ? War ich böse? Sind sie am Ende böse auf mich ? Nein, nein, sie liebkosen mich ja so zärtlich. Ach wenn nur diese Schmerzen aufhörten !

Ich kann nicht mal die Tränen vom Gesicht des kleinen Mädchen ablecken aber wenigstens erreiche ich seine Hand. Der Tisch beim Tierarzt ist kalt. Ich habe Angst. Die Menschen weinen in mein Fell, ich fühle, wie sehr sie mich lieben. Mit Mühe schaffe ich es, ihre Hand zu lecken.

Der Tierarzt nimmt sich heute viel Zeit und ist sehr freundlich, und ich empfinde etwas weniger Schmerzen. Das kleine Mädchen hält mich ganz sanft, ein kleiner Stich... Gottseidank, der Schmerz geht zurück.

Ich fühle tiefen Frieden und Dankbarkeit. Ein Traum: ich sehe meine Mama, meine Brüder und Schwestern auf einer großen grünen Wiese. Sie rufen mir zu, dass es dort keine Schmerzen gibt, nur Friede und Glück. So sage ich meiner Menschenfamilie Aufwiedersehen auf die einzige mir mögliche Weise: mit einem sanften Wedeln und einem kleinen Schnuffeln. Viele glückliche Jahre wollte ich mit Euch verbringen, es hat nicht sein sollen. Statt dessen habe ich Euch so viel Kummer gemacht. Es tut mir leid, ich war halt nur eine Händlerware.

Lea ©1999 J. Ellis - bewilligte übersetzung von E. Wittwer

Achtung, Hundehändler sind überall!!

Diese Geschichte stammt von der amerikanischen Toller-Liste mit der Bitte, sie an möglichst viele Hundefreunde weiterzuleiten. Sie handelt von einem Welpen aus einer Tierhandlung. Bei uns sind solche Läden, wo Hunde im Laden oder auf dem Markt feilgehalten werden, verboten.

Nichts desto weniger blüht der Hundehandel, vor allem mit Rassehunden aus den östlichen Ländern. Was macht es für einen Unterschied, ob ein Welpe nach einem grauenhaften Transport bei einem Händler oder auf einem Markt oder in einem Laden landet ? Keinen. Niemals würde ein Züchter, der über den winzigsten Funken Anstand und Gefühl verfügt, seine Hunde an einen Händler verschachern. Toller-Info bittet alle Leserinnen und Leser um aktive Aufklärung zukünftiger Hundehalter.

Der Artikel darf (soll) weiterverwendet werden, sei es als Infoblatt in der Tierarztpraxis und beim Futterlieferanten oder als Bericht in einer regionalen Zeitung. Es ist eine traurige Geschichte, leider ist sie an der Tagesordnung. Häufig ist die Realität noch schlimmer, weil die Hunde mental total gestört sind und praktisch nicht sozialisierbar.


 

14.Sept.2012

Falls Sie mal in die schlimme ausweglose Situation kommen,eines meiner Hundekinder nicht mehr in Ihrer Obhut halten zu können,bitte ich Sie meinen Spitz lieber wieder bei mir abzugeben,als ins Tierheim zu bringen.

Ich könnte es nicht ertragen,das eines meiner liebevoll aufgezogenen Welpen im Alter später das erleben,was ich in folgender Geschichte lesen mußte.

 

Wie konntest du nur?

Als ich noch ein Welpe war, unterhielt ich Dich mit meinen Possen und brachte Dich zum Lachen. Du nanntest mich Dein Kind, und trotz einer Anzahl durchkauter Schuhe und so manchem abgeschlachteten Sofakissen wurde ich Dein bester Freund. Immer, wenn ich böse war, erhobst Du Deinen Zeigefinger und fragtest mich "Wie konntest Du nur?". Aber dann gabst Du nach und drehtest mich auf den Rücken, um mir den Bauch zu kraulen.

Ich errinnere mich an jene Nächte, in denen ich mich im Bett an Dich kuschelte und Du mir Deine Geheimnisse und Träume anvertrautest, und ich glaubte, das Leben könnte schöner nicht sein. Gemeinsam machten wir lange Spaziergänge im Park, drehten Runden mit dem Auto, holten uns Eis (ich bekam immer nur die Waffel, denn "Eiskrem ist schlecht für Hunde", sagtest Du), und ich döste stundenlang in der Sonne, während ich auf Deine abendliche Rückkehr wartete.
Allmählich fingst Du an, mehr Zeit mit Deiner Arbeit und Deiner Karriere zu verbringen und auch damit, Dir einen menschlichen Gefährten zu suchen.
Ich wartete geduldig auf Dich, tröstete Dich über Liebeskummer und Enttäuschungen hinweg, tadelte Dich niemals wegen schlechter Entscheidungen und überschlug mich vor Freude, wenn Du heimkamst und als Du Dich verliebtest.

Sie, jetzt Deine Frau, ist kein "Hundemensch". Trotzdem hieß ich sie in unserem Heim willkommen, versuchte ihr meine Zuneigung zu zeigen und gehorchte ihr. Ich war glücklich, weil Du glücklich warst.
Dann kamen die Menschenbabies, und ich teilte Deine Aufregung darüber. Ich war fasziniert von ihrer rosa Haut und ihrem Geruch und wollte sie genause bemuttern. Nur dass Du und Deine Frau Angst hattet, ich könnte ihnen wehtun, und so verbrachte ich die meiste Zeit verbannt in einem anderen Zimmer oder in meiner Hütte.
Oh, wie sehr wollte auch ich sie lieben, aber ich wurde zu einem "Gefangenen der Liebe".
Als sie aber größer waren, wurde ich ihr Freund. Sie krallten sich in meinem Fell fest, zogen sich daran hoch auf wackeligen Beinchen, pieksten ihre Finger in meine Augen, inspizierten meine Ohren und gaben mir Küsse auf die Nase.
Ich liebte alles an ihnen und ihre Berührung denn Deine Berührung war jetzt so selten geworden - und ich hätte sie mit meinem Leben verteidigt, wenn es nötig gewesen wäre. Ich kroch heimlich in ihre Betten, hörte ihren Sorgen und Träumen zu, und gemeinsam warteten wir auf das Geräusch Deines Wagens in der Auffahrt.
Es gab einmal eine Zeit, da zogst Du auf die Frage, ob Du einen Hund hättest, ein Foto von mir aus der Brieftasche und erzähltest Geschichten über mich. In den letzten Jahren hast Du nur noch mit "Ja" geantwortet und das Thema gewechselt. Ich hatte mich von "Deinem Hund" in "nur einen Hund" verwandelt, und jede Ausgabe für mich wurde Dir ein Dorn im Auge.
Jetzt hast Du eine neue Berufsmöglichkeit in einer anderen Stadt, und Du und sie werdet in eine Wohnung ziehen, in der Haustiere nicht gestattet sind. Du hast die richtige Wahl für "Deine" Familie getroffen, aber es gab einmal eine Zeit, da war ich Deine einzige Familie.
Ich freute mich über die Autofahrt, bis wir am Tierheim ankamen. Es roch nach Hunden und Katzen, nach Angst, nach Hoffnungslosigkeit. Du fülltest die Formulare aus und sagtest:"Ich weiß, Sie werden ein gutes Zuhause für sie finden". Mit einem Achselzucken warfen sie Dir einen gequälten Blick zu.
Sie wissen, was einen Hund oder eine Katze in "mittleren" Jahren erwartet auch mit "Stammbaum".
Du musstest Deinem Sohn jeden Finger einzeln vom Halsband lösen, als er schrie "Nein, Papa! Sie dürfen mir meinen Hund nicht wegnehmen!"
Und ich machte mir Sorgen um ihn und um die Lektionen, die Du ihm gerade beigebracht hattest: Über Freundschaft und Loyalität, über Liebe und Verantwortung, und über Respekt vor allem Leben.
Zum Abschied hast Du mir den Kopf getätschelt, meine Augen vermieden und höflich auf das Halsband und die Leine verzichtet. Du hattest einen Termin einzuhalten, und nun habe ich auch einen.
Nachdem Du fort warst, sagten die beiden netten Damen, Du hättest wahrscheinlich schon seit Monaten von dem bevorstehenden Umzug gewusst und nichts unternommen, um ein gutes Zuhause für mich zu finden. Sie schüttelten den Kopf und fragten "Wie konntest Du nur?". Sie kümmerten sich um uns hier im Tierheim so gut es eben geht. Natürlich werden wir gefüttert, aber ich habe meinen Appetit schon vor Tagen verloren.
Anfangs rannte ich immer vor ans Gitter, sobald jemand an meinen Käfig kam, in der Hoffnung, das seiest Du - dass Du Deine Meinung geändert hättest - dass all dies nur ein schlimmer Traum gewesen sei.... Oder ich hoffte das es zumindest jemand wäre, der Interesse an mir hätte und mich retten könnte.

Als ich einsah, dass ich nichts aufzubieten hatte gegen das vergnügte Um-Aufmerksamkeit-Heischen unbeschwerter Welpen, ahnungslos gegenüber ihrem eigenen Schicksal, zog ich mich in eine ferne Ecke zurück und wartete.
Als sie am Ende des Tages kamen, um mich zu holen, trottete ich hinter ihnen her den Gang entlang zu einem abgelegenen Raum. Sie hoben mich auf den Tisch und kraulten mir meine Ohren und sagten mir, es sei alles in Ordnung. Mein Herz pochte vor Aufregung, was jetzt wohl geschehen würde, aber da war auch ein Gefühl der Erleichterung. Für den Gefangenen der Liebe war die Zeit abgelaufen.

Eine Frau in einem weißen Kittel sah mich an. Ihre Aufgabe lastete schwer auf ihr, und das fühlte ich, genauso wie ich jede Deiner Stimmungen erfühlen konnte. Ich leckte ihre Hand, um sie zu trösten, genauso wie ich Dich vor vielen Jahren getröstet hatte.
Mit geübtem Griff führte sie die Nadel in meine Vene ein. Als ich den Einstich fühlte und spürte, wie die kühle Flüssigkeit durch meinen Körper lief, wurde ich schläfrig und legte mich hin, blickte in ihre gütigen Augen und flüsterte "Wie konntest Du nur?"
Vielleicht verstand sie die Hundesprache und sagte deshalb "Es tut mir ja so leid". Sie umarmte mich und beeilte dich mir zu erklären, es sei ihre Aufgabe dafür zu sorgen, dass ich bald an einem besseren Ort wäre, wo ich weder ignoriert noch missbraucht noch ausgesetzt werden könnte oder auf mich allein gestellt wäre. Einem Ort der Liebe und des Lichts, vollkommen anders als dieser irdische Ort.
Und mit meiner letzten Kraft versuchte ich ihr mit einem Klopfen meines Schwanzes zu verstehen zu geben, dass mein "Wie konntest Du nur?" nicht ihr gegolten hatte. Du warst es, mein geliebtes Herrchen, an den ich dachte. Ich werde für immer an Dich denken und auf Dich warten.

Möge Dir ein jeder in Deinem Leben so viel Loyalität zeigen.

Verfasser unbekannt

Fragen, die Sie sich vor der Anschaffung eines Hundes stellen sollten:

  • Können Sie täglich zwei Stunden Zeit erübrigen ?
  • Lieben Sie Spaziergänge im Regen, Nebel, bei Kälte, Schnee und Sturm ?
    Haben Sie schon mal über die nächsten 15 Jahre Ihres Lebens nachgedacht und ist in Ihrer Überlegung genug Zeit für ein Tier eingeplant ?
  • Gibt es eine Person, die Ihr Tier versorgt, falls Sie mal krank werden und ins Krankenhaus müssen ?
  • Würden Sie auch mal eine Urlaubsreise ausfallen lassen, weil Sie keine Unterbringungsmöglichkeit für Ihr Tier haben ?
  • Sind Sie bereit, Ihre Urlaubspläne nach Ihrem Vierbeiner zu richten?
  • Sind Sie bereit im Monat zwischen 50,- und 150,- EUR für Futter und Zubehör für Ihr Tier auszugeben und haben Sie die jährlich fälligen Impfungen usw. eingeplant ?
  • Haben Sie daran gedacht, dass ein Tier auch mal schwer krank werden kann und deshalb schnell viel Geld für den Tierarzt bezahlt werden muß ?
  • Sind Sie bereit und auch finanziell in der Lage eventuelle Tierarztkosten zu tragen?
    Sind alle Angehörigen Ihrer Familie dafür, einen Hund anzuschaffen und bereit, auf die Belange des Hundes Rücksicht zu nehmen ?
  • Haben Sie genügend Platz in der Wohnung für den Hund?
  • Haben Sie Erfahrungen mit Hunden, oder mindestens ein Buch über moderne Hundeerziehung gelesen bzw. Mit mindestens zwei Hundebesitzern ausführlich über Hunde gesprochen ?
  • Sind Sie leicht aus der Ruhe zu bringen, nervös oder inkonsequent ?
  • Gibt es in Ihrer Familie Personen, die zu Allergien neigen oder besonders empfindlich sind ?
  • Legen Sie großen Wert auf Sauberkeit und ärgern sich über Flecken oder Haare auf Kleidung und den Polstermöbeln?
  • Geben Sie leicht nach, wenn Hundeaugen Sie anbetteln ?

Haben Sie die ersten 12 Fragen mit "Ja" und die letzten 4 Fragen mit "Nein" beantwortet, dann kann sich Ihr neuer Hausgenosse freuen.


Ansonsten sollten Sie noch einmal in aller Ruhe nachdenken bzw. den Familienrat abhalten,
ob es denn wirklich ein Hund sein muß......

05.10.2012

Eine ziemlich lange Geschichte, aber sie lohnt sich für jeden Hundefreund!!!!

Ein Mann und sein Hund gingen eine Straße entlang. Der Mann genoss die
Landschaft als er plötzlich das Gefühl hatte gestorben zu sein.

Er erinnerte sich daran wie er starb, und er erinnerte sich auch daran das sein Hund
bereits vor vielen Jahren von ihm ging. Jetzt wunderte er sich wohin die
Straße ihn wohl führen wird.

Nach einer Weile kamen sie an eine sehr hohe weiße Steinmauer die am Rande
der Straße verlief. Die Mauer war aus sehr teurem Marmor gebaut.

Auf dem Hügel eines sehr langen Berges war die Mauer durch einen großen
goldenen Bogen unterbrochen der in der Sonne funkelte.

Als er davor vor dem Bogen stand erblickte er ein Tor unter dem Bogen was funkelte wir Perlmutt.

Die Straße die durch das Tor führte schien aus purem Gold gemacht zu sein.
Er und der Hund liefen auf das Tor zu ... und als er näher kam erblickte
er einen Mann am Empfangstisch innerhalb des Tores.

Als er nah genug war fragte er: "Entschuldigung, können Sie mir sagen wo wir hier sind?"

"Das ist der Himmel" antwortete der Mann.

"Wow! Würde es Ihnen ausmachen uns etwas Wasser zu geben?" fragte der Mann
mit dem Hund.
"Aber natürlich Sir. Kommen Sie rein und bedienen sie sich an dem frisch
eisgekühlten Wasser."
Der Mann gab mit der Hand eine Geste in Richtung Tor, und das Tor öffnete sich.

"Kann mein Freund auch mit rein?" fragte der Reisende und zeigte dabei auf
seinen Hund.

"Tut mir leid Sir, aber Tiere müssen draußen bleiben"

Der Mann dachte einen kurzen Moment nach und kehrte dann zurück auf die
Straße und ging einfach den Weg weiter von dem er kam. Nachdem er wieder
sehr weit gelaufen war kam er auf eine sehr schmutzige Straße die durch
ein altes Scheunentor führte, dass scheinbar noch nie geschlossen wurde.

Da gab es keinen Zaun. Als er sich dem Tor näherte sah er im inneren einen Mann..
Er lehnte an einem Baum und las ein Buch.

"Entschuldigen Sie, haben sie etwas Wasser?" fragte der Reisende.
"Klar, da ist ne Wasserpumpe, komm rein" sagte der Lesende mit der Hand
auf eine Stelle deutend die man von außen nicht sehen konnte.
"Was ist mit meinem kleinen Freund hier?" fragte der Reisende.
"Neben der Pumpe steht ein kleiner Napf"

Die beiden gingen durchs Tor und wussten genau dass sie eine alte
Wasserpumpe und einen kleinen Napf daneben finden würden. Der reisende
füllte den Napf und trank einen gossen Schluck Wasser.

Danach gab er seinem Hund etwas ab.

Als der Durst der beiden vollkommen gestillt war ging der Mann mit seinem
Hund zurück zu dem lesenden der bereits wartend an seinen Baum gelehnt da stand.

"Wie heißt der Platz hier?" fragte der Reisende.
"Das ist der Himmel" war die Antwort.


"Nun bin ich verwirrt", sagte der Reisende, "Der andere Mann an der Straße
sagte genau dasselbe."
"Oh, du meinst den Platz mit der goldenen Straße und dem Perlmut-Tor?

"Nein, das ist die Hölle"

"Aber macht es Euch nicht sauer dass die da unten einfach Euren Namen
benutzen?"

"Nein, ich kann verstehen was du sagen willst, aber wir sind
glücklich dass Sie gleich die Leute aussortieren, die Ihre besten Freunde
einfach alleine lassen
."

 

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